Motivation

Lesen # 3: Auswahl von Büchern (Gastbeitrag)

Um geeignete Bücher für Kinder zu finden, muss man sicherlich unterscheiden, ob ein Kind gerne und viel liest oder ob es lieber einen großen Bogen um Bücher aller Art macht.

Viel-Leser
Bei den Viel-Lesern geht es oftmals darum, sie neugierig auf unterschiedliche Geschichten zu machen, da sie sich häufig auf eine Richtung (z.B. Krimis) festgelegt haben. Am besten geht dies beim Schmökern in einer Bücherei, weil hier – anders als in den meisten Buchhandlungen, wo häufig nur die bekanntesten Autoren oder Buchreihen stehen – auch ausgefallenere oder ältere Bücher zu finden sind.

Lesemuffel
Anders schaut die Sache bei den Lesemuffeln aus. Hier ist das Schmökern sicher keine zielführende Strategie, weil die Kinder von der Fülle von Büchern einfach überfordert sind.
Einen guten Einstieg ins Lesen bieten Kinderzeitschriften, da die Texte relativ kurz gehalten sind und durch zahlreiche Bilder veranschaulicht werden. Je nach Interesse und Alter des Kindes kann man hier geeignete Zeitschriften auswählen.
Hilfreich kann es auch sein, sich zu informieren, welche Buchreihen von den Klassenkameraden aktuell gelesen werden, da der Austausch über die Inhalte der Bücher motivierend wirken kann.

Für alle
Für alle Arten von Lesern unter Kindern und Jugendlichen ist bei der Auswahl von Büchern ein Blick ins Internet sinnvoll. Hier gibt es z.B. auf der Seite der Stiftung Lesen (www.stiftunglesen.de) Leseempfehlungen für Bücher und Zeitschriften, wobei man gezielt nach Altersgruppen und Themen suchen kann. Auch auf der Seite des – sicher vielen aus der Schule bekannten – Leseförderprogramms Antolin (www.antolin.de) finden sich zahlreiche Buchempfehlungen.
Natürlich kann man sich auch in einer Buchhandlung oder Bücherei beraten lassen.

Und zum Schluss noch ein Tipp für ein Buch, das – so paradox es auch klingen mag – extra für Nicht-Leser geschrieben wurde:
Tommy Greenwald: Charlie Joe Jackson – Lesen verboten!

B.E.

Wir danken unserer Gastautorin B. Ehlenberger, Gymnasialpädagogin, für diesen Beitrag.
DrS

Lesen # 2: Bedeutung des Lesens (Gastbeitrag)

Hat man einen kleinen Lesemuffel zu Hause, stellt man sich unweigerlich regelmäßig die Frage, warum man sich immer wieder bemühen soll, den Leseverweigerer doch dazu zu bringen, ein Buch in die Hand zu nehmen und darin wenigstens ein paar Seiten zu lesen.
Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist, sich bei einem guten Buch auf dem Sofa zu entspannen – manch einer zieht hier vielleicht Musik oder auch den Fernseher vor – ist das Lesen eine elementare Fähigkeit für weite Teile unseres Lebens.
Jedes Kind muss sich in der Schule mit Texten auseinandersetzen – und zwar in allen Fächern. Ob es die Textaufgabe in Mathematik oder die Informationen über die Abholzung des tropischen Regenwaldes im Fach Geographie sind, es geht immer um das Verständnis von Texten. Und dieses sogenannte sinnentnehmende Lesen kann nur durch ständiges Üben erworben werden, wobei hierfür Sachtexte und Geschichten gleichermaßen geeignet sind.
Auch im Erwachsenenleben spielt das Lesen häufig eine wichtige Rolle. Die Auseinandersetzung mit Texten ist bei der Zeitungslektüre am Frühstückstisch, beim Surfen im Internet und auch bei der heutzutage wichtigen beruflichen Weiterbildung unumgänglich.
Also nicht vergessen: Wer viel liest, weiß viel und – noch wichtiger – kann auch immer wieder Neues erfahren!
B.E.

Wir danken unserer Gastautorin B. Ehlenberger, Gymnasialpädagogin, für diesen Beitrag!
DrS

Lesen # 1: Was tun mit Lesemuffeln? (Gastbeitrag)

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“ – Diese oft lapidar dahingesagte Redewendung stellt eine ganz entscheidende Erkenntnis für die meisten Lebensbereiche dar.

Es gibt sicher viele Eltern, die sagen: „Kein Problem, mein Kind schleppt stapelweise Bücher aus der Bücherei nach Hause, um sie zu lesen.“ Ebenso viele Eltern stellen sich jedoch die Frage: „Wie bringe ich mein Kind bloß dazu, ein Buch zu lesen?“
Hinlänglich bekannt ist, dass das Vorlesen im Kleinkindalter sehr wichtig für die Entwicklung der Freude am eigenen Lesen ist. Trotzdem wird diese nicht bei allen Kindern ausgebildet.

Hier ein paar Tipps, wie Kinder den Spaß am Lesen entdecken können:
1) Buchauswahl: Nicht immer stimmen Eltern- und Kinderwunsch dabei überein. Hier gilt: Auch wenn es die fünfte Dinosauriergeschichte ist – Hauptsache, es wird überhaupt gelesen.
2) Interesse zeigen: Eltern können mit dem Kind ein kurzes Gespräch über das jeweils Gelesene führen. Eventuell liest man das Buch auch selbst, um gezielt Fragen dazu stellen zu können.
3) Anregungen zum kreativen Umgang mit der Geschichte geben: Das Kind kann ein Bild malen, die Geschichte weitererzählen oder die Situation mit Lego oder Playmobil nachspielen. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Und ist die Lust am Lesen erst einmal geweckt, begleitet sie einen meist ein Leben lang!

B. Ehlenberger

Wir danken unserer Gastautorin, Birgitt Ehlenberger, Gymnasialpädagogin, für diesen Beitrag.
DrS