Angst

Keine Angst vor dem Zahnarzt!

Die Kinderärzte sprechen mit Kindern und Eltern oft über die Notwendigkeit zahnärztlicher Prophylaxe, Kontrolle und Behandlung. Oft wird auch gefragt, wie man die Kinder auf Zahnarztbesuche vorbereiten sollte.
Dazu gibt es einige Tipps, die übrigens auch für andere Bereiche der Medizin, also auch für den Kinderarztbesuch, gelten:
– Der wichtigste Punkt ist, dass die Eltern ein angstfreies Vorbild sind bzw. ihre eigene Angst nicht auf die Kinder übertragen. Kinder nehmen auch nonverbale Signale deutlich wahr!
– Gehen Sie nicht erst, wenn eventuell schmerzhafte Behandlungen anstehen. Kontrollen sind medizinisch sinnvoll, machen die Normalität eines Zahnarztbesuches klar, führen zu Gewöhnung und bauen Ängste ab.
– Planen Sie ausreichend Zeit für den Zahnarztbesuch ein, Hetzte führt zu Stress und lässt denn Besuch eventuell misslingen.
– Machen Sie keine falschen Versprechungen, sondern bereiten Sie das Kind spielerisch, eventuell auch mit einem Buch, auf den Zahnarztbesuch vor. Oder spielen Sie die Situation mit dem Kuscheltier vor. Es sollte aber auch kein Thema sein, das zu breiten Raum einnimmt.
– Drohen Sie nicht mit dem Zahnarzt, wenn das Kind zum Beispiel beim Zähneputzen nicht mitmacht. Es wird sonst natürlich Angst aufbauen. Motivieren Sie lieber positiv.
– Der Termin sollte spielerisch ablaufen, dies wird Ihr Zahnarzt sicher so gestalten.
– Loben Sie Ihr Kind am Ende des Zahnarztbesuches. Riesige Belohnungen am Schluss wecken unrealistische Erwartungen, stellen den Besuch auch zu sehr heraus und sind nicht sinnvoll.
So vorbereitet wird der Arztbesuch gute Voraussetzungen haben, um für alle, insbesondere das Kind, gut zu verlaufen.

DrS

Stress, Angst und Lebensqualität ist am Herzen ablesbar!

Stress und Lebensqualität ist verhältnismäßig einfach messbar geworden, und zwar über die Variabilität der Herzfrequenz.

Was ist Herzfrequenzvariabilität? Das Herz schlägt zwar regelmäßig, also z.B. 70x je Minute beim Erwachsenen, aber die Abstände zwischen den einzelnen Schlägen sind nicht exakt gleich. Diese Variabilität kann stärker ausgeprägt oder geringer ausgeprägt sein.

Bei Stress, Angst und Anspannung sorgt die innere Regulation dafür dass das Herz exakter arbeitet. Damit verschwinden die Variabilitäten weitgehend. Gesünder ist allerdings eine möglichst ausgeprägte Variabilität der Herzfrequenz. Kinder und Jugendliche haben diese eh. Erwachsene, die sich diese noch lange erhalten, haben eine höhere Lebenserwartung, da dies mit geringerer Rate an kardialen Todesfällen verbunden ist.

Und alle haben eine höhere Lebensqualität, wenn sie Stress vermeiden oder beherrschen lernen.

Einsetzbar ist die Herzfrequenz-Variabilität übrigens auch zur Diagnostik bei:

  • ADHS
  • Adipositas (starkem Übergewicht) zur Diagnostik der Folgekrankheiten
  • Wachstumsrückstand
  • Magersucht und Essstörungen

Und das kann man nun messen. Wie? Mit einem Langzeit-EKG, also der ambulanten Ableitung der Herzfrequenz vor allem auch während der Nachtstunden.

Auch die Blog-Kinderärzte wollen das nun nutzen…vor allem mit der kinderkardiologischen Ausrichtung ihrer Praxis eine gute Ergänzung.

DrGH