Der Kinderarztblog hat neu geöffnet!

Unser Blog ist vor einigen Wochen auf eine neue Seite umgezogen: www.derkinderarztblog.com.

Diese Seite (auf der Sie sich gerade befinden) schließt deshalb in wenigen Tagen. Die neuen Beiträge erscheinen alle auf der neuen Seite. Die alten finden Sie dort auch – nur viel hübscher und übersichtlicher.

Lassen Sie sich dafür doch gleich auf www.derkinderarztblog.com (mit Ihrer eMail-Adresse) oder unter www.facebook.com/derkinderarztblog (als „Liker“) registrieren.

Bis gleich!!! 🙂

DrGH

Ein neues Zuhause für den Kinderarztblog!

Unser Blog ist umgezogen!!!

Sein neues Zuhause ist nun www.derkinderarztblog.com. Dort finden Sie alle alten und neuen Beiträge.

Gleichzeitig ist das Design sauberer und übersichtlicher geworden.

Bitte beachten Sie, dass auf der alten Seite (auf der Sie sich gerade befinden) keine neuen Beiträge mehr erscheinen. Sie wird deshalb zum 31.08.2015 ganz eingestellt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie weiter als Leser treu blieben. Lassen Sie sich dafür doch gleich aufwww.derkinderarztblog.com mit Ihrer eMail-Adresse registrieren oder liken Sie unter Facebook www.facebook.com/derkinderarztblog!

Danke !! Und bis gleich drüben im neuen Haus!!!!

DrGH

Jippieh!!! Unser Blog wird 1 Jahr und zieht um!!!!

Unser Blog zieht um!!!! Wir haben unserem Blog exakt zu seinem ersten Geburtstag ein neues Design und ein neues Zuhause gegeben.

Sie finden unsere Beiträge ab sofort unter www.derkinderarztblog.com – alle neuen und auch die alten.

Wir finden das neue Design heller, übersichtlicher und natürlich auch schöner. Was meinen Sie?

Bitte beachten Sie, dass auf der alten Seite (auf der Sie sich gerade befinden) keine neuen Beiträge mehr erscheinen. Sie wird deshalb zum 31.08.2015 ganz eingestellt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns weiter als Leser treu blieben. Lassen Sie sich dafür doch gleich auf www.derkinderarztblog.com (mit Ihrer eMail-Adresse) oder unter www.facebook.com/derkinderarztblog (als „Liker“) registrieren.

Tschüß, Fernseher, wir sind dann mal weg…!

Die Kinderärzte berichten kurz über die miniKIM2014-Studie, in der der Medienkonsum von Kleinkindern erfasst wurde. Diesen Daten zufolge sitzen Kinder zwischen 2 und 3 Jahren durchschnittlich 34 Minuten täglich vor dem Fernseher, die 4- bis 5-Jährigen schauen etwa 52 Minuten pro Tag fern. Dazu kommt noch die – allerdings deutlich kürzere – Zeit, die mit Computerspielen, Konsolen, Handys oder Tablets verbracht wird. Die Kinderärzte meinen: Dies ist im Kleinkindalter eindeutig zuviel für einen durchschnittlichen täglichen Gebrauch.
Eine bessere Botschaft: Die 2- bis 3-Jährigen beschäftigen sich immerhin zu 43% jeden Tag mit einem Buch, meist mit Bauernhof- und Tiergeschichten. Wir meinen allerdings, dass das durchaus noch ausbaufähig ist!

Die Förderung durch geeignete Spielmaterialien wie Bücher, Puzzles und vieles andere sowie die direkte aktive Beschäftigung mit dem Erwachsenen oder einem anderen Kind ist bei so kleinen Kindern sicher deutlich wertvoller als der sehr passive Mediengebrauch. Zudem kann der Mediengebrauch schließlich auch negative Auswirkungen haben für die kindliche Entwicklung.
Darum der Rat: Glotze aus, Handy daheim lassen und auf zum Spielplatz, in den Garten, zum Vorlesen oder an den Basteltisch oder was auch immer gerade ansteht! Tschüß, Fernseher, wir sind dann mal weg…!

DrS

Nichtrauchen hilft Kindern gesünder zu sein

Nichtrauchergesetze – wirken sie sich aus? Oh ja, und zwar auch für Kinder messbar positiv!

In England besteht seit 2007 ein Nichtraucherschutzgesetz, das neben der Gastronomie auch öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel betrifft.
Seither müssen in Großbritannien wegen akuter Atemwegsbeschwerden jedes Jahr etwa 11.000 Kinder weniger ins Krankenhaus. Die Rate der stationären Aufnahmen sank um 3,5%. Bei gefährlichen Erkrankungen des unteren Atemwegtraktes wie z.B. Lungenentzündungen sank die Quote sogar um fast 14%. Die Zahl der Klinikbesuche der Asthmatiker sank um etwa 10%.
Für diese Studie wurden immerhin 1,6 Millionen Krankenhausbesuche zwischen 2001 und 2012 ausgewertet.
Der Rückschluss aus diesen validen Daten ist, dass Rauchexposition die Kinder anfälliger für Infektionen macht und umgekehrt die Kinder mit Infektionen besser fertig werden, wenn sie vor Qualm geschützt werden. Geholfen hat in Großbritannien wohl, dass das öffentliche Rauchverbot auch zu einem gewissen Umdenken und zu einer Einschränkung des Nikotinkonsums in der Wohnung geführt hat. Das gilt auch für Deutschland. Mit dem seit 2008 bestehenden Nichtraucherschutz wird das Rauchen in Anwesenheit Dritter gesellschaftlich weniger akzeptiert. Während in der BRD 2007 nur 54% nicht in der Wohnung rauchten, taten dies 2009 fast 70% nicht mehr.
Bisher war bezüglich der Kinder in diesem Artikel hauptsächlich von Atemwegserkrankungen die Rede. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass viele Studien bei Kindern auch verschiedenste andere negative Auswirkungen durch Rauchbelastung belegen, wie etwa die Zunahme der Allergierate bei Kindern, die Rauch ausgesetzt sind. Und den Erwachsenen nützt das Rauchverbot ebenfalls. Studien dokumentieren deutliche Abnahmen bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Atemwegserkrankungen durch Rauchverbote.

Die Kinderärzte raten rauchenden Eltern: Denken Sie nochmals darüber nach und lassen Sie sich ermutigen, das Rauchen aufzugeben. Es nützt Ihrem Kind und auch Ihnen erheblich! Lassen Sie sich gegebenenfalls professionell helfen!

DrS

„Eine Autofahrt, die ist lustig… „

„Unser Kind schläft beim Autofahren immer!“ – Es gibt viele Eltern, die durch diesen Satz frustriert werden, da der eigene Nachwuchs mitnichten zu den Autoschläfern gehört, sodass eine Fahrt in den Urlaub durchaus zu einem Erlebnis der besonderen Art werden kann:
Abfahrt 5 Uhr (obwohl Papa und Mama schon noch etwas Schlaf vertragen hätten, da das Auto erst um Mitternacht fertig gepackt war), in der Hoffnung, dass von der Rücksitzbank höchstens leise Schnarchgeräusche zu vernehmen sind, aber weit gefehlt.
• Kilometer 5 von 525: Wann sind wir denn da? – Es dauert schon noch, wir sind doch gerade erst losgefahren! Papa lächelt: So wars bei uns damals auch, gell Schatz?
• Kilometer 15 von 525: Papa, ich muss mal…
• Kilometer 27 von 525: Papa, jetzt muss ich wirklich mal… Papa hilft ein Liedchen summend, die Hose zuzuknöpfen.
• Kilometer 35 von 525: Wir haben Hunger! – Also gut, frühstücken wir heute eben etwas eher. Mama seufzt, der Nachwuchs wischt die Schokoschnute… natürlich am Ärmel ab.
• Kilometer 51 von 525: Vielleicht war das Schokohörnchen doch nicht die beste Idee…- kurzer Stopp zum Putzen.
• Kilometer 63 von 525: Sind wir jetzt endlich bald da? Jetzt seufzt Papa, ganz leise.
• Kilometer 143 von 525: Zwei Folgen „Wickie“ sind genug, uns ist langweilig!
• Kilometer 152 von 525: Jetzt sind wir aber doch bald da, oder? Mama und Papa unterdrücken den nächsten Seufzer. Hast Du an den Rätselblock gedacht?
• Kilometer 176 von 525: Zoff auf der Rücksitzbank – das einzige tolle der etwa 83 eingepackten Spielzeugautos wird von beiden Mitfahrern heiß begehrt.
• Kilometer 203 von 525: Ich hab Durst! Oh, jetzt ist mir die Flasche umgefallen. – Es ist sowieso Zeit für eine Pause, da kann man ja gleich nochmal das Auto trockenlegen.
• Kilometer 213 von 525: Wir feiern Bergfest – die Hälfte ist geschafft! Mama bemüht sich, Feierlaune zu verbreiten.
• Kilometer 256 von 525: Herrje – Vor lauter „Biene Maja“ den Verkehrsfunk verpasst und mitten im Stau gelandet. „Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst“ wird nach 17 Runden auch langweilig, also Kuscheltiertheater – die Rückenlehne des Beifahrersitzes eignet sich prima als Bühne, erfordert jedoch gewisse gymnastische Fähigkeiten.
• Kilometer 289 von 525: Wie lange dauert es denn noch? Papas und Mamas „Oooch, nicht so lange!“ wird offensichtlich angezweifelt.
• Kilometer 301 von 525: Wir haben Hunger!!! – Also frühzeitige Mittagspause (Diesmal bitte leichtverträgliche Kost!).
• Kilometer 323 von 525: gespenstische Ruhe auf der Rücksitzbank – ein kleines Mittagsschläfchen tut allen Beteiligten gut. Mama und Papa seufzen wieder, diesmal vor Erleichterung.
• Kilometer 403 von 525: Meine Füße bitzeln! – Kurz anhalten und den improvisierten Fußtritt wieder aufbauen.
• Kilometer 428 von 525: Vielleicht doch noch eine Folge „Wickie“!?!
• Kilometer 500 von 525: Jetzt dauert es nicht mehr lange! Mama kommt sich wie eine Daueransage vom Band vor, als sie diesen Satz mit besonderer Überzeugungskraft und Fröhlichkeit das 322. Mal sagt….
• Kilometer 511 von 525: Zu früh gefreut – Autobahnausfahrt gesperrt, 20 km Umweg. Papas Blick wird starr! Mama kämpft einen klitzekleinen Anflug von Verzweiflung nieder.
• Kilometer 525 von 545: Wir können es gar nicht mehr aushalten!! Mama und Papa denken insgeheim das Gleiche.
• Kilometer 525 von 545: Wie wäre es mit ein paar lustigen Kinderliedern? Mama wirkt nicht ganz so spritzig wie sonst, warum nur?
• Kilometer 540 von 545: resignierte Stille von hinten
• Kilometer 545 von 545: Willkommen im Urlaub! Und jetzt bitte zwei Wochen gut erholen, damit man für die Heimfahrt gerüstet ist… Während die Kinder mit einem “ Jippie, die Fahrt war gar nicht schlimm!“ zum Schaukelgestell sausen, sehen sich Mama und Papa völlig urlaubsreif stumm an, seufzen – erleichtert – und tragen dann erst mal die Koffer ins Ferienhaus.

B. Ehlenberger, DrS

Unbekannte Plagegeister: Grasmilben

Haben Sie bei Ihren Kindern auch schon einmal vermeintliche Mückenstiche an Stellen entdeckt, die eigentlich von Mücken unmöglich erreicht werden können? Kann man bei einem Stich in der Kniekehle trotz langer Hosen noch vermuten, die Mücke hätte eben doch durch die Hose gestochen, erscheint es umso rätselhafter, wenn größere Pusteln mit deutlichem Einstich in der Mitte im Windelbereich auftauchen – ist es doch äußerst unwahrscheinlich, dass man eine Mücke mit in die Windel gepackt hat.

Des Rätsels Lösung liegt darin, dass man die Stechmücken in solchen Fällen zu Unrecht verdächtigt. Urheber der sehr unangenehm juckenden Quaddeln sind die Larven der Grasmilben, die – ähnlich wie Zecken – am Körper Hautstellen aufsuchen, an denen die Haut besonders dünn und weich ist, und dort zubeißen.

Die gute Nachricht vorweg: Die Bisse sind gesundheitlich unbedenklich, d.h. die Grasmilben übertragen keine Krankheiten. Allerdings kann der Juckreiz – anders als bei Mückenstichen, die nur relativ kurze Zeit jucken – bei Grasmilbenbissen bis zu zwei Wochen andauern.

Hilfe im Akutfall:
· Abreiben mit 70%igem Alkohol, allerdings nicht großflächig und nicht bei sehr kleinen Kindern
· juckreizstillende Salben
· Globuli: Apis D6
· bei stärkeren Beschwerden: Antihistaminika oder cortisonhaltige Salben, die vom Arzt verordnet werden
vorbeugende Maßnahmen:
· Gras kurz und feucht halten und Grasschnitt entsorgen (nicht auf dem Kompost!)
· lange Hosen tragen und Hosenbeine in die Socken stecken
· Verwendung von untoxischen Mückenrepellents

DrS

Fernsehen macht dick – kein Gerücht

Die Kinderärzte berichteten an dieser Stelle schon über Übergewicht, leider ein zunehmend brisantes Thema bei Kindern.

Übergewicht hat viele negative Folgen und ist sicher durch viele Faktoren begründet. Die WHO warnt vor einer weltweiten Übergewichtsepidemie. Ein Grund ist der Bewegungsmangel, unter dem heute viele Kinder leiden. Forscher der Universität Virginia zeigten nun an über 11.000 Kindern, dass bereits ein täglicher TV-Konsum von einer Stunde zu einer ungesunden Gewichtsentwicklung führt. Je länger die Kinder fernsehen, umso mehr steigt das Risiko, Übergewicht zu entwickeln.
Da Fernsehen für Kinder nicht nur im Zusammenhang mit dem Gewicht als durchaus problematisches Thema zu bewerten ist, lautet die Botschaft, den Medienkonsum erst spät zuzulassen und inhaltlich, aber auch zeitlich eindeutig zu beschränken. Damit tun wir Eltern den Kindern nichts Schlechtes an, sondern bewirken im Gegenteil viel Gutes, gesundheitlich, bezüglich der Entwicklung und unter vielen anderen Aspekten.
Und wie herrlich ist es schließlich, einen Nachmittag mit Spielen, draußen Toben, Basteln, Legobauen oder was auch immer zu verbringen! Und nicht immer muss es ein ausgetüfteltes Programm sein, um den Tag dennoch mit Schönem, Bewegung, Spaß und Inhalt zu füllen und zu einer gelungenen, guten, abwechslungsreichen und wertvollen Zeit werden zu lassen. Und schon sinkt das Risiko für Übergewicht…

DrS